Ein Kindergeburtstag zum Schießen

Am Wochenende war es soweit! Die Durchschnittstochter feierte Ihren 10. Geburtstag. Und wie jedes Kind wünschte sie sich natürlich eine große Geburtstagsparty.

Nun gibt es da natürlich einige Möglichkeiten:

  • Man wählt aus der Vielzahl an teuren Kindergeburtstagsangeboten eine passende Location aus,
  • versucht den Partywunsch des Kindes durch Ablenkungsstrategien vergessen zu lassen oder
  • man feiert zu Hause.

Da schon allein die Aussicht auf Kinder, die durch unsere Wohnung stürmen, Panik in mir aufsteigen ließ und ich auch nicht verstehen will, warum man für so eine Party zunächst die ganze Wohnung penibel zusammenräumen und reinigen muss, damit die Kinder sie danach in kürzester Zeit in eine Bruchbude verwandeln, entschieden wir uns für eine „Alles nur nicht zu Hause“ Variante. Doch da gibt es natürlich auch viele Möglichkeiten ….

Da mir meine Tochter sehr ähnlich ist (liebe Tochter, dies ist nicht als Beleidigung gedacht!!!!), fielen bei der Auswahl der Geburtstagslocation  schon mal alle Angebote für „Mädchen“-Kindergeburtstage (wenn meine Tochter das ausspricht, klingt es wie eine Beleidigung ;-)), also Pferde-, „Hello Kitty“- oder Prinzessinnen-Geburtstage, automatisch weg.

„Mama, ich will so wie du nie eine Dame werden – da hat man mehr Spaß im Leben!“ – Ihr Ausspruch sagt ja wohl alles aus und ich muss sagen: Für diese Erkenntnis bin ich sehr stolz auf sie und kann es nur bestätigen!

Und schnell war ihre Wunschlocation gefunden: Sie wollte mit ihren Freunden Lasertag spielen. Also buchten wir im Lazerfun in Klosterneuburg einen Geburtstagsraum und luden 4 Jungs und 4 Mädels (war Wahl der Tochter und nicht so ein Gleichberechtigungsding!) dazu ein.

Lazerfun

Ein Fazit schon zu Anfang: Es wurde eine wirklich tolle Feier (ich hatte meinen Spaß …)!

Obwohl es für die Kinder einen Betreuer gab, nahm ich meine Pflicht als Aufpasser sehr ernst – allerdings nur im dunklen Bereich – sprich in der Lasertag-Arena. Ich durchstreifte also – in einem Team mit den Kindern – die dunklen Räume und schoss auf alles was ich sah (ob Freund oder Feind- so genau bin ich da nicht) 😉

Da zeitgleich noch ein zweiter Kindergeburtstag gefeiert wurde und die Kinder altersmäßig zusammenpassten, wurden diese Partygäste in der Lasertagarena zu unseren Gegnern.Lazerfun Lazer

Was soll ich sagen: In der ersten Runde wurden wir noch von ihnen besiegt (sie waren jedoch eine Person mehr und außerdem spielte der Vater des Geburtstagskindes mit); im zweiten Durchgang triumphierten wir jedoch gegen sie!

Doch auch innerhalb des Teams kann man sich vergleichen, da man für jeden Abschuss Punkte bekam. Ich hoffte, dass ich wenigstens gegen die Kids eine der drei Runden gewinnen würde. Doch meine Tochter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Jedes Mal war sie punktemäßig Erste und ich musste mich mit dem undankbaren zweiten Platz begnügen (ja, ich gebe zu, ich bin ehrgeizig …). Nun könnte ich ja behaupten, dass ich sie wegen ihres Geburtstages gewinnen ließ, aber leider wäre das gelogen.

Aber weiter zum Ablauf der Party:PartyraumZwischen den einzelnen Spielrunden ging es in den Partyraum, in dem in der ersten Pause Pizzaschnitten serviert wurden und die Kinder dann am Billardtisch und am Wuzzler viel Spaß hatten. Dann folgte die zweite Lazerfun-Runde (wieder gegen den anderen Kindergeburtstag) und danach gab es mitgebrachte Torte (in unserem Fall Marmorgugelhupf). Die dritte Spielrunde hatte es in sich, da wir diesmal nicht gegen die andere Mannschaft spielten, sondern in drei Teams aufgeteilt wurden und in einer völlig dunklen Arena gegeneinander spielten.

Das war besonders lustig, da man bei neun Personen natürlich viel mehr suchen muss, um einen Gegner zu finden. Und da es wirklich komplett dunkel war, musste man ja auch die Wände im „Auge“ behalten, um nicht dagegen zu laufen.(es erinnerte an Dialog im Dunkeln, wenn man nicht zwischendurch die Gegner als Farbtupfen vorbeihuschen sehen würde)

Dann wurden die Geschenke ausgepackt und die Feier war nach rund zweieinhalb Stunden vorbei. Alles in allem hat es anscheinend allen Partygästen gut gefallen und es gab zum Abschluß auch noch ein Gruppenfoto mit voller Ausrüstung.

Doch nächstes Jahr wird es anders. Da feiere ich an Ihrem Geburtstag, denn schließlich habe ich ihr an diesem Tag das Leben geschenkt. Da muss ich doch dafür geehrt und beschenkt werden, oder? 😉

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